Winterwanderung zum Körbersee am Salober
- Sandra Moosbrugger

- 16. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Jan.
Die Tage werden zwar wieder länger – der Winter dauert noch an –, aber neben dem klassischen Wintersport gibt es doch noch so vieles zu entdecken. Heute zieht es mich auf ein Sonnenplateau, und ich darf durch schneebedeckte Wege eine Winterwanderung genießen.

Eine kurze Autofahrt bringt mich zu meinem Ausgangspunkt. Ich parke auf dem Seitenstreifen und kann direkt vom Parkplatz auf den gewalzten Schnee laufen.
Der unverstellte Blick auf das Warther Horn, der etwas kleinere Simmel links mit der idyllischen Kapelle und ein hügeliges Winterwonderland zu meiner Rechten mit dem verschneiten Kalbelesee begrüßen mich sofort. Ich schätze den gut präparierten Winterwanderweg und wende mich den verschneiten Hügeln rechts zu. Ab hier geht ohne Sonnenbrille nichts mehr – das strahlende Weiß glitzert überall.
Die Loipe knirscht unter meinen Winterschuhen, und ich nehme den ersten etwas steileren Anstieg in Angriff. Hier wird die Kondition gefordert, doch die wunderbare Aussicht ringsum ist jede Mühe wert. Nach ein paar weiteren Steigungen erreiche ich eine leichte Biegung. Die Loipe fügt sich sanft in die Natur ein, und dahinter steht schön verschneit eine Jägerhütte. Mit der Holzbank direkt vor dem Haus lädt sie dazu ein, ein paar Minuten zu verweilen, das Gesicht der Sonne entgegenzustrecken und die klare Luft einzuatmen.
Ich will mein Ziel aber nicht aus den Augen verlieren und laufe weiter auf dem hügeligen Winterwanderweg. Ein letzter steiler Anstieg um eine Kurve eröffnet mir rechts den Blick auf die Hochkünzelspitze aus einer ganz neuen Perspektive – ebenso rückt der gesamte Höferkamm über der Neßlegg ins Blickfeld. Endlich geschafft! Mit Blick direkt auf die Mohnenfluh und die Juppenspitze komme ich langsam wieder etwas zu Atem. Hier kreuzt sich die Talabfahrt der Skifahrer mit meinem Spazierweg.

Sanft abfallend laufe ich den Hang hinunter, und die verschneiten Hügel geben nach und nach die wunderschöne Kulisse rund um den Körbersee frei. Ein letzter steiler Abschnitt, ideal zum Rodeln, trennt mich noch vom Ziel. Die letzten Meter auf dem Winterwanderweg fallen sanft zum eingefrorenen See hinab. Die Sonne strahlt klar vom blauen Himmel herab und lässt die Umrisse der Berge scharf herausstechen. Ich atme die kalte Winterluft tief ein und erreiche schließlich die Sonnenterrasse des Körbersee-Hotels. Hier herrscht reger Betrieb, doch ich lasse mich nicht davon ablenken. Ich hole meine Thermoskanne mit heißem Tee hervor und suche mir ein ruhiges Plätzchen im Schnee. Der Tee dampft in meinen Händen, und ich genieße den Moment in aller Ruhe.
Es sind diese stillen, glitzernden Wintermomente, die den Kopf frei machen und die Seele wärmen – mitten in der Natur und doch so nah. Waldzeit Appartement Schoppernau hallo@wald-zeit.at www.wald-zeit.at FAQ – Winterwanderung zum Körbersee am Salober
Ist die Winterwanderung zum Körbersee auch für Familien geeignet?Ja, der Weg ist gut präpariert und für Familien mit Kindern machbar. Bei winterlichen Bedingungen sollten alle warm angezogen sein und rutschfestes Schuhwerk tragen.
Wie lange dauert die Winterwanderung am Salober?Für die beschriebene Strecke solltest du etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen, inklusive kleiner Pausen und Zeit zum Genießen der Aussicht.
Brauche ich spezielle Ausrüstung für die Wanderung?Normale Winterschuhe reichen aus. Bei sehr vereisten Abschnitten können Schneeschuhe hilfreich sein, sind aber nicht zwingend nötig.
Gibt es unterwegs Rastmöglichkeiten oder Aussichtspunkte?Ja, der Weg bietet mehrere Plätze zum Verweilen. Besonders am Körbersee laden Bänke und sonnige Stellen zum Pausieren, Aufwärmen und Genießen der Umgebung ein.

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