Waldauszeit in Schoppernau
- Sandra Moosbrugger

- 16. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Jan.
Am Ende eines trubeligen Dezembers mit vielen Festen, Familientreffen und dem mit Spannung erwarteten Christkind ist die Luft dann „zwischen den Jahren“ schon mal richtig raus. So schön die Tage im Kreis der Verwandten und der Familie auch sind – ebenso anstrengend können sie sein, und man findet zur besinnlichsten Zeit des Jahres oft ganz und gar nicht zur Ruhe.

Umso mehr genieße ich die Tage zwischen den Jahren, wenn alle Treffen abgehakt sind und plötzlich Ruhe einkehrt. Heute suche ich nicht – wie viele andere – noch das letzte rare Bisschen Piste oder Schnee in höheren Lagen, sondern schnappe mir meine Turnschuhe und laufe direkt hinter unserer Waldseite in den eingefrorenen Wald. Die Tage sind momentan herrlich: fetzblauer Himmel – dafür aber frostig im Tal. Mein Ziel liegt oberhalb des Schattens in der wärmenden Sonne, doch vorerst führt mich mein Weg durch den Wald.
Der gefrorene Forstweg knirscht unter meinen Sohlen, und die Stille des Waldes umfängt mich sofort. Ich folge dem Weg Richtung Neuhornbachhaus, auch wenn mein heutiges Ziel ein anderes sein wird. Mit den wärmenden Sonnenstrahlen im Rücken laufe ich den steilen Weg entlang und beobachte das Spiel des Lichts in den Bäumen. Durch die vielen Buchen im gemischten Wald raschelt es hie und da, und warme Sonnenstrahlen schaffen es bis auf den Weg. Zu meiner Rechten begleitet mich der mächtige Fuß der Üntschenspitze – drehe ich mich einmal komplett um, erahne ich das Schalzbachvorsäß und die markante Hochkünzelspitze direkt darüber auf der gegenüberliegenden Talseite.

Der Wald wird dichter, die Tannenbäume werden mehr und das Licht etwas spärlicher. Umso intensiver nehme ich die Stille in mich auf. Schon bald kann ich die Abzweigung zu meinem heutigen Ziel erkennen und freue mich auf den verschlungenen Waldweg, dem ich nun links abbiegend folge. Durch raschelndes altes Laub, über moosbewachsene Steine und direkt zwischen jahrzehntealten Tannenbäumen schlängelt sich der Waldpfad. So wie sich der Pfad scheinbar mühelos durch den Wald windet, ordnen sich auch langsam meine Gedanken – der Kopf kommt zur Ruhe, der Körper atmet auf.
Das Gelände wird steiler. So manches Tannenzapfennest in alten Baumstämmen säumt meinen Weg, und langsam wird das Ende des Waldpfades erkennbar. Der erste Blick durch die Bäume unter dichten Tannenzweigen lässt mich noch einmal beschleunigen – ich weiß, mein Ziel ist nun in Sicht. Die ersten Sonnenstrahlen auf den Vorsäßwiesen empfangen mich warm. Ein kurzes, ebenes Wegstück im steilen Gelände führt mich am Sonnenhang direkt zu zwei wunderschönen Hütten – dem Bergvorsäß. Die sonnenverbrannte Strickfassade hat schon so manchen Sommer wie Winter hinter sich und macht die davorstehende Bank nur noch einladender. Ich setze mich darauf, und die abstrahlende Wärme von Haus und Sonne wirkt dem frischen Dezembertag entgegen.

Ab und an – zwischen den Jahren und auch sonst – braucht der Kopf und die Seele einen Perspektivenwechsel. Was gibt es Schöneres, als diesen draußen zu finden: in der Stille des Waldes, in der Sonne über dem Tal – und mit einer Aussicht, die lange nachwirkt.
Genau diese stillen Momente, dieses Auftanken in der Natur, machen die Tage hier so besonders – und beginnen oft direkt vor unserer Haustür. Waldzeit Appartement Schoppernau hallo@wald-zeit.at www.wald-zeit.at Häufige Fragen zur Waldauszeit in Schoppernau
Kann ich die Winterwanderung rund um Schoppernau auch mit Kindern machen?Ja, die Wege sind gut präpariert und leicht begehbar. Auch Kinder können hier die frische Luft und die Winterlandschaft genießen, solange sie warm angezogen und mit festem Schuhwerk unterwegs sind.
Wie lange dauert die Winterwanderung durch den Wald bei Schoppernau?Für den beschriebenen Rundweg solltest du etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen, je nachdem, wie viele Pausen du machst und wie schnell du gehst.
Brauche ich spezielles Schuhwerk für die Winterwanderung?Normale Winterschuhe mit Profil reichen aus. Für besonders frostige oder rutschige Tage können Schneeschuhe zusätzlichen Halt geben, sind aber nicht zwingend notwendig.
Gibt es unterwegs Möglichkeiten, sich auszuruhen oder die Aussicht zu genießen?Ja, entlang des Weges gibt es mehrere Bänke und kleine Aussichtsplätze. Besonders die Bank am Bergvorsäß lädt zum Verweilen, Aufwärmen und Genießen der Sonne ein.

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